Perle sucht Sau!

Über die Kunst den Mann für´s Leben zu finden.

"Gestatten, bin Perle, und bin zu ham
Ich such ’nen Schatz, ’nen Kerl, ’nen guten Bräutigam
Adonis, Penner, Frauenkenner oder Pfau
Ich bin die Braut und jetzt werd ich zur Ehefrau, -frau, -frau!"

Niemand kann untreue Liebhaber so herrlich dahinmeucheln wie Birgit Nolte, jetzt erleben wir in Strümpfelbach endlich das „Happy End“ zu ihrem Kultprogramm „Mord und Taktschlag“. „Perle sucht Sau“ heißt das neue Programm der Nolte, das am Freitag, 2. Mai 2008 im Strümpfelbacher Saustall Premiere hatte - eine  musikalische Komödie über die Kunst, den Mann fürs Leben zu finden.

Ein Sesselchen, ein Teppich, ein Tisch. Und ein Boden voller verheulter Taschentücher. Wenn dann auch noch die Eheringe durch die Luft schweben, weiß jeder Zuschauer: Da ist irgendetwas granatenmäßig schief gelaufen. Und genau so ist es. Keiner will Perle, aber Perle will einen Kerl. Weshalb sie das Thema jetzt generalstabsmäßig angeht. Um am Ende - tatsächlich - den Kerl fürs Leben zu finden.

Dabei hat Perle vor allem ein Problem: Sie ist zu wild, zu forsch, zu emotional. Aber gelehrig. Und so entdeckt sie bald, dass Männer nur anbeißen, wenn das Frauchen weiblich, nützlich, stumm ist. Männer mögen langes Haar. Und wollen einfach mal Autofahren, ohne reden zu müssen. Männer sind so, heißt denn auch ein Lied, das Birgit Nolte geschrieben und komponiert hat. Und bei dem sie selbstverständlich die allerneuste Frauen-Psycho-Ratgeberliteratur zu Rate gezogen hat. Und was einem da an „haarsträubenden Rezepten“ über den Weg läuft, reicht locker für ein paar Gassenhauer.

Lovestories, Perle sucht Sau, Perlen-Blues, Shiatsu to go und Männer mögen langes Haar: Dass Birgit Nolte für ihr neues Saustall-Programm eigene Lieder schreiben will, war schon länger klar. „Wenn man singt, will man irgendwann auch mit eigenen Texten und eigener Musik auf die Bühne.“ Ergänzt werden ihre Lieder durch Titel von Dieter Huthmacher, Günter Neumann, Mischa Spoliansky und Gustaf Gründgens. Umgesetzt und arrangiert hat sie Saustall-Musiker Michael Lauenstein, der auch (im Wechsel mit Tobias Escher) Akkordeon dazu spielt.

Entwickelt haben die Geschichte (wie schon bei „Mord und Taktschlag“) Birgit und Oliver Nolte gemeinsam. Oliver Nolte hat auch wieder Regie geführt. Und ist selbst auf der Sau-Bühne zu sehen, denn: Ganz ohne Männer geht auch in diesem Fall die Chose nicht.

>Spielplan
>Karten

 
 

Die Presse über die Perle

Waiblinger Kreiszeitung - 06.05.08
Birgit Nolte eine Frau wie ein Vulkan, als Komödiantin eine Naturkatastrophe, die über die Zuschauer hereinbricht. [...] Die einzig echte Kleinkunstdiva im Kreis [...] mit einer grandiosen Kleinkunstshow, die nicht nur im Kreis ihresgleichen sucht.

Stuttgarter Zeitung - 30.04.08
Perle sucht Sau oder Machen Männer doof?
Die meisten Lieder sind selbst getextet und komponiert und haben das Zeug zu Gassenhauern. Frech, frivol, und mit Tempo erinnern sie an die Schlager aus den 20er Jahren, die in immer neuen Variationen die ewige Auseinandersetzung zwischen Mann und Frau thematisieren.

Weinstadt Woche - 30.04.08
Sie schreit und weint in Hysterie, mit bisweilen tränenerstickter Stimme, um dann wieder den Blues, den Rap, den Chanson zu geben. "Gestatten, bin Perle, und ich suche auch eine Sau". Für eine "gute Sauerei", versteht sich, wie sie es letztlich nur um wohl kleinsten Theater der Region, im "Saustall" an der Strümpfelbacher Hauptstraße, geben kann. Die Produktion, die am 2. Mai Premiere feiert, zeigt einmal mehr die vielen Gesichter der Hauptdarstellerin Birgit Nolte.

Keine Frage: Sie beherrscht die Klaviatur der Mimik, vom ergreifenden Drama bis hin zur plakativen Komödie. Den Grat zur Peinlichkeit, zum Schenkelklopfer, stets auf Sicherheitsabstand haltend, fischt Birgit Nolte, gebürtige Hamburgerin, aufgewachsen auf der Schwäbischen Alb, in den trüben Gewässern der Beziehung zwischen Mann und Frau. Genauer: In ihrer Rolle als Mauerblümchen "Perle", die in schierer Verzweiflung einen Mann sucht, einen Mann fürs Leben, einen Mann für eine Nacht, zur Not halt auch "eine Sau". Noltes schlagkräftigstes Ausdrucksmittel indes ist die Stimme, diese helle, leichte, bewegliche, große und doch verletzlich anmutende Stimme, die in ihrer Klangvielfalt Noltes Mimik noch zu überstrahlen vermag. Kongenial gesellt sich Akkordeonspieler und Noltes langjähriger Musikbegleiter Michael Lauenstein hinzu, der bisweilen auch als Perles Sidekick ins Scheinwerferlicht tritt.