Eine Mischung aus Blues Brothers, Tarantino, Wilhelm Busch, Kabarett, Rock.
Die Panzerknacker von Strümpfelbach
Deutschland im Herbst 2011: „Max und Moritz“ sind wieder da. Knapp 150 Jahre nach ihrer Erfindung haben sich die Prachtjungs nach Strümpfelbach verirrt. Ihr neuster Streich: Sie gründen eine Partei. Denn die drei brauchen Geld. Viel Geld. Mit von der Partie: Oliver Nolte (als Moritz), Michael Lauenstein (als Max) und Tobias Escher (als Und).
Drei Brüder, einer schöner als der andere. Drei Prachtkerle. Nur mit der Moral hapert’s etwas. Das wird schnell klar in der neusten Produktion des Theaters an der Linde. Eine Partei haben Max, Und und Moritz gegründet, die MUM-Partei. Ein bisschen Blues Brothers, ein bisschen Tarantino, ein bisschen Wilhelm Busch und viel kriminelle Energie: So rocken sich die drei durchs Leben. Und haben es dabei auf unsere Moneten abgesehen. Wie so mancher Banker. In „Max und Moritz“ bekommen aber auch Rating-Agenturen, Politiker und Journalisten ihr Fett ab, wenn Oliver Nolte zum Mikro greift und Tobias Escher und Michael Lauenstein in die Tasten der Keyboards hauen. Die Brüder sind nämlich musikalisch. Und ungemein verwandlungsfähig.
Da wird aus dem Sänger ein Puppenspieler. Und aus Schulden wird wieder Geld – dank der MUM-Partei, die sich den Zuschauern mit ihren Werbespots vom Kasperle und Teufele für den Einzug in den Bundestag empfiehlt. Nur gut, dass Wilhelm Busch dem ganzen einen Riegel vorgeschoben hat. Irgendwann ist’s vorbei mit der Übeltäterei. Aber freuen wir uns nicht zu früh. Die MUMs sind mitten unter uns.
Geschrieben hat die "sieben Streiche" Oliver Nolte, der hier zum ersten Mal auch seine kabarettistischen Triebe voll ausspielen darf. Getreu dem Motto: Wann, wenn nicht jetzt – in Zeiten von Finanzkrisen und wunderlicher Geldvermehrung, Rechenfehlern und technischen Pannen. Und weil Oliver Nolte nicht nur Theater- sondern auch Filmemacher ist, kann sich der Zuschauer auf Video-Einspielungen von Nolte und seinem Kameramann Frank Brünner freuen.
Von: Birgit und Oliver Nolte
Musik: Michael Lauenstein und Birgit Nolte-Michel
Regie: Birgit Nolte-Michel und Oliver Nolte
Kostüme: Petra Dannenmann - DANNENMANN-PURE
Gesangstraining: Brigit Nolte-Michel und Darinka Segota
Tanztraining und Choreografie: Karin Ould Chih
Kameramann für Videoeinspieler: Frank Brünner
Zeichnungen: Anton Atzenhofer
Mit: Tobias Escher, Michael Lauenstein, Oliver Nolte
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