musikalisch-kabarettistische Betrachtungen
zum(schwäbischen) Wein
Om‘d Laugebrezel
ond om de Trollinger goht‘s.
Om de Necker
om die Liebe
ond om de Schpargel goht‘s.
Om de Lemberger goht‘s.
Om de schwäbischa Gruaß
ond om de Riesling gohts.
Oms veschpere
ond om de Ranze gohts.
Daß dees älles
beschtens zammegoht,
sell isch so gwies
wie‘s Amen en dr Kirch!
Uff älle Fäll goht‘s wieder
mit dr Quetsche
mit em Klavier
mit dr Gitarr
mit em Goschehobel
ond andere narrete Inschtrumente.
Außerdem mit Händ ond Fiaß
mit dr Stemm
ond mit em Maul!
In dieser kabarettistisch-musikalischen Kulturgeschichte des
(schwäbischen) Weins wird so ziemlich alles gestreift, was mit dem
Wein und den ihn schlotzenden Schwaben zu tun hat:
Wie der Schwabe zum Wein kam, warum man mit Wein anstößt
und wie (und mit welchen möglichen Folgen) er verkostet wird.
Der Beginn der jahrhundertealten erfolgreichen Zusammenarbeit
zwischen Wissenschaft und Weinbau wird ebenso unter die Lupe
genommen, wie die gesunden und offenbar auch anregenden und
fruchtbar machenden Wirkungen des Rebensaftes.
Natürlich geht es auch ausführlich um die Wechselbeziehungen
zwischen Wein, Dichtkunst und Liebe. Und daß dort wo ein Viertele
geschlotzt wird meist auch eine Laugenbrezel nicht weit ist,
versteht sich von selbst.
Ganz nebenbei erfährt das Publikum dann zum Beispiel auch
woher die Klagelaute im Flamenco kommen , weshalb die weltoffenen
Schwaben im Grunde ihres Herzens alles waschechte Hawaianer sind
oder wie es zur Entstehung des "Semsakrebslers" kam.
Die gesunde Mischung aus Geschichten,
Liedern, Blues und Chansons wird temperament und humorvoll
auf die Bühne gebracht.
Alles zusammengenommen ergibt das einen musikalisch-
theatralischen Abend rund um die Rebe, die Schwaben und den Wein.
"Spritzig, frech, derb und urschwäbisch" (Gäubote Herrenberg).